VERMEIDUNG & FESTSTECKEN

Wenn kurzfristige Erleichterung Sie langfristig einengt.

Sie schieben ein Gespräch auf. Sie sagen einen Termin ab und sind erleichtert. Kurz darauf ist die Anspannung zurück, und die Sache steht immer noch an.

In meiner psychologischen Onlineberatung schauen wir gemeinsam darauf, was Sie vermeiden, was Ihnen das bringt und was es Sie kostet.

 

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IM ALLTAG

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Aufgaben wandern immer weiter nach hinten

Etwas steht seit Wochen auf der Liste. Jeder Tag ohne Erledigung macht den Anfang schwerer, weil inzwischen auch das Aufschieben selbst dazugehört.

Gespräche werden umgangen

Sie wissen, dass etwas angesprochen gehört. Sie warten auf den passenden Moment, und der passende Moment kommt nicht.

Der Radius wird kleiner

Erst fällt eine Verabredung weg, dann eine Gelegenheit, dann eine Möglichkeit. Was zunächst Entlastung war, ist irgendwann der Normalzustand.

GENAUER HINSEHEN

Warum funktioniert Vermeidung so gut?

Vermeidung funktioniert, weil sie sofort wirkt: Die Anspannung sinkt in dem Moment, in dem Sie sich entziehen.

Etwas nicht zu tun, das Unbehagen auslöst, ist keine Schwäche und kein Fehler. Es ist eine wirksame Reaktion, und genau darin liegt das Problem.

Was sofort entlastet, wird wahrscheinlicher. Der Anlass bleibt dabei unverändert bestehen und wächst meist noch. Beim nächsten Mal ist die Hürde deshalb höher als zuvor, nicht niedriger.

Ein hilfreicher Anhaltspunkt ist deshalb:

Was gewinne ich gerade, und was gebe ich dafür auf?

DIE WIEDERHOLUNG VERSTEHEN

Wie wird daraus ein Muster?

Ein Muster entsteht, weil jede Erleichterung die Vermeidung wahrscheinlicher macht, während die Situation, um die es geht, unverändert bestehen bleibt.

Mit der Zeit verschiebt sich außerdem die Begründung. Aus „Heute passt es nicht“ wird „Das liegt mir nicht“, und daraus wird eine Aussage über die eigene Person.

Häufig kommt hinzu, dass die Vermeidung gar nicht mehr auffällt. Sie treffen keine bewusste Entscheidung, sondern merken erst hinterher, dass Sie wieder ausgewichen sind.

Zu erkennen, wann das passiert und was unmittelbar davor kommt, ist ein Ansatzpunkt für Veränderung.

MEINE ARBEITSWEISE

Woran wir in der Beratung arbeiten können

Der fachliche Hintergrund dazu: ACT-basierte Beratung und verhaltenstherapeutische Orientierung.

 

1

Erkennen, wann Sie ausweichen

Wir betrachten eine konkrete Situation. Was stand an? Woran haben Sie gemerkt, dass es unangenehm wird? Und was haben Sie stattdessen getan?

Vermeidung ist selten dramatisch. Oft ist es eine kleine Bewegung, die erst im Rückblick sichtbar wird.

2

Den kurzfristigen Gewinn benennen

Vermeidung bringt Ihnen etwas, sonst würden Sie es nicht tun. Wir benennen genau, was: Ruhe, Sicherheit, das Ende einer unangenehmen Anspannung.

Erst wenn der Gewinn ausgesprochen ist, lässt sich ihm etwas gegenüberstellen.

3

Klären, was Ihnen wichtig ist

Wofür würden Sie das Unbehagen in Kauf nehmen? Diese Frage führt weiter als der Vorsatz, sich zusammenzureißen.

Ihre Werte und realistische nächste Schritte geben die Richtung vor, nicht die Anspannung.

4

In kleinen Schritten wieder hineingehen

Wir vereinbaren überschaubare Schritte, die Sie sich zutrauen, und besprechen anschließend, was tatsächlich passiert ist.

Entscheidend ist nicht die Größe des Schrittes, sondern dass er in die gewählte Richtung geht.

ANGEBOT UND GRENZEN

Passt psychologische Beratung zu meinem Anliegen?

  • Passt: Psychologische Beratung
    Unterstützung, wenn kurzfristige Entlastung langfristig dazu führt, dass Ihr Handlungsspielraum kleiner wird.
  • Passt nicht: Behandlung psychischer Erkrankungen
    Mein Angebot ist keine Psychotherapie und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung. Wenn Ihr Anliegen eine solche Abklärung erfordert, sprechen wir darüber.

Bei akuten Krisen oder Suizidgedanken wenden Sie sich bitte an den psychiatrischen Notdienst (116 117) oder den Rettungsdienst (112).

HÄUFIGE FRAGEN

Was Sie wissen sollten

Muss ich mich meinen Ängsten stellen?

Nicht auf Kommando und nicht sofort. Wir klären zuerst, worum es Ihnen eigentlich geht, und legen dann gemeinsam fest, welcher Schritt für Sie machbar ist.

Ist Vermeidung dasselbe wie Prokrastination?

Sie überschneiden sich. Prokrastination bezeichnet meist das Aufschieben von Aufgaben, Vermeidung auch das Ausweichen vor Situationen, Gefühlen und Gesprächen. Die Grenze ist im Alltag nicht immer eindeutig.

Was besprechen wir am Anfang?

Sie schildern, was Sie beschäftigt und wobei Sie Unterstützung suchen. Gemeinsam klären wir Ihre Erwartungen und ob mein Beratungsangebot zu Ihrem Anliegen passt.

DER NÄCHSTE SCHRITT

Sie können mit dem beginnen, was Sie gerade aufschieben.

Schreiben Sie mir kurz, worum Sie derzeit einen Bogen machen. Sie müssen Ihr Anliegen dafür noch nicht vollständig erklären können.

 

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