GRÜBELN & GEDANKENKREISEN

Wenn Sie immer wieder darüber nachdenken und trotzdem nicht weiterkommen.

Ein Gespräch geht Ihnen nicht aus dem Kopf. Sie prüfen eine Entscheidung zum wiederholten Mal. Sie suchen nach einer Erklärung, aber jede Antwort wirft die nächste Frage auf.

In meiner psychologischen Onlineberatung schauen wir gemeinsam darauf, wann Sie ins Grübeln geraten und wie Sie damit umgehen können.

 

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IM ALLTAG

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Gespräche wieder und wieder durchgehen

„Warum habe ich das gesagt? Hat mein Gegenüber das falsch verstanden?“ Sie spielen die Situation erneut durch, obwohl sich nicht mehr klären lässt, was die andere Person gedacht hat.

Sich selbst infrage stellen

Aus einem schwierigen Moment wird eine grundsätzliche Frage: „Warum bin ich so?“ Was genau passiert ist, gerät dabei zunehmend aus dem Blick.

Mit einer Entscheidung nicht weiterkommen

Sie haben Gründe abgewogen und Informationen gesammelt. Trotzdem prüfen Sie alles erneut. Eine Entscheidung fühlt sich erst dann möglich an, wenn kein Zweifel mehr übrig ist.

GENAUER HINSEHEN

Wann wird Nachdenken zu Grübeln?

Über Probleme nachzudenken ist sinnvoll. Es hilft uns, Erfahrungen einzuordnen, Fehler zu verstehen und Entscheidungen vorzubereiten. Auch längeres Nachdenken ist deshalb nicht automatisch problematisch.

Beim Grübeln wiederholen sich jedoch häufig dieselben Fragen, ohne dass neue Informationen oder brauchbare Antworten hinzukommen. Die Gedanken lassen sich schwer beiseitelegen. Danach fühlen Sie sich möglicherweise bedrückter oder sind genauso unentschlossen wie zuvor.

 

Ein hilfreicher Anhaltspunkt ist deshalb:

Verstehe ich gerade etwas genauer oder gehe ich dieselben Fragen noch einmal durch?

Forschung zeigt, dass anhaltendes Grübeln negative Stimmung verstärken und das Lösen von Problemen erschweren kann. Dabei spielt auch die Art des Nachdenkens eine Rolle: Allgemeine, abstrakte Fragen über die eigene Person können die Klärung erschweren. Die genaue Betrachtung einer konkreten Situation kann dagegen eher dabei helfen, nächste Schritte zu entwickeln.

DIE WIEDERHOLUNG VERSTEHEN

Warum bleibt man dabei hängen?

Vielleicht hoffen Sie, durch weiteres Nachdenken einen Fehler zu verstehen oder endlich Gewissheit zu bekommen. Das Anliegen ist nachvollziehbar. Manche Fragen lassen sich durch Nachdenken allein jedoch nicht beantworten.

Was jemand tatsächlich gemeint hat, lässt sich beispielsweise nicht zuverlässig aus dem eigenen Gedächtnis rekonstruieren. Und auch nach sorgfältigem Abwägen kann bei einer Entscheidung Unsicherheit bleiben.

Grübeln kann zudem zur Gewohnheit werden: Ein bestimmter Anlass bringt wieder dieselben Fragen in Gang. Zu erkennen, wann das passiert und was darauf folgt, ist ein Ansatzpunkt für Veränderung.

MEINE ARBEITSWEISE

Woran wir in der Beratung arbeiten können

Der fachliche Hintergrund dazu: ACT-basierte Beratung und verhaltenstherapeutische Orientierung.

 

1

Die eigene Grübelschleife erkennen

 

Wir betrachten eine konkrete Situation aus Ihrem Alltag. Was ist passiert? Welche Gedanken kamen auf? Was haben Sie anschließend getan? Und hat Ihnen das geholfen, Ihr Anliegen zu klären?

So können wir genauer unterscheiden, wann Sie ein Problem bearbeiten und wann das weitere Nachdenken Sie beschäftigt hält, ohne Sie weiterzubringen.

2

Fragen konkreter stellen

Die Frage „Warum bekomme ich so etwas nie hin?“ ist schwer zu beantworten. „Was hat mich gestern daran gehindert, das Gespräch anzusprechen?“ lässt sich genauer untersuchen.

Wir üben, solche Fragen auf eine bestimmte Situation zu beziehen. Daraus kann sich ein nächster Schritt ergeben: etwas nachfragen, ein Gespräch vorbereiten oder feststellen, dass Ihnen noch eine Information fehlt. Experimentelle Forschung unterstützt diese Unterscheidung zwischen abstraktem und konkretem Nachdenken.

3

Abstand zu Gedanken üben

Ein selbstkritischer Gedanke kann sehr überzeugend wirken. In ACT-basierten Übungen geht es unter anderem darum, ihn zunächst als Gedanken wahrzunehmen und zu prüfen, wie Sie darauf reagieren möchten.

Wir erproben, wie Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder auf das richten können, was Sie gerade tun wollen. Untersuchungen zu einzelnen solchen Übungen liefern Hinweise darauf, dass sich die Glaubwürdigkeit und die Belastung durch negative Gedanken verändern können.

In der Beratung nutze ich ausgewählte ACT-Prinzipien transparent und psychoedukativ. Die Beratung ersetzt keine Psychotherapie und richtet sich nicht an die Behandlung psychischer Erkrankungen. Mehr zur ACT-basierten Beratung

4

Im Alltag ausprobieren

Vielleicht möchten Sie eine Nachricht beantworten, eine Entscheidung treffen oder einem Gespräch wieder aufmerksam folgen können.

Wir vereinbaren überschaubare Schritte und besprechen anschließend, was funktioniert hat und wo Sie weiter festhängen. Dabei zählt auch, was Ihnen persönlich wichtig ist und wofür Sie im Alltag wieder mehr Zeit verwenden möchten.

ANGEBOT UND GRENZEN

Passt psychologische Beratung zu meinem Anliegen?

Mein Angebot richtet sich an Menschen, die belastende Denk- und Verhaltensmuster besser verstehen und ihren Umgang damit verändern möchten. Die Gespräche finden online statt.

  • Meine Beratung ist keine Psychotherapie und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung. Wenn Ihr Anliegen eine solche Abklärung erfordert, sprechen wir darüber.

Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung rufen Sie bitte den Notruf 112 oder wenden Sie sich an die nächste psychiatrische Notaufnahme. Wenn Sie außerhalb der regulären Sprechzeiten dringend ärztliche Hilfe benötigen, aber keine Lebensgefahr besteht, erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

HÄUFIGE FRAGEN

Was Sie wissen sollten

Muss ich aufhören, über schwierige Dinge nachzudenken?

Sie dürfen sich gründlich mit dem beschäftigen, was Ihnen wichtig ist. In der Beratung untersuchen wir, ob Ihr Nachdenken zur Klärung beiträgt und woran Sie erkennen können, dass eine Pause oder ein konkreter Schritt hilfreicher wäre.

Sind Grübeln und Sorgen dasselbe?

Sie überschneiden sich. Grübeln richtet sich häufig auf Erlebtes oder die eigene Person; Sorgen eher auf mögliche zukünftige Schwierigkeiten. Beides kann sich wiederholen und schwer unterbrechen lassen. Die Grenze ist im Alltag nicht immer eindeutig.

Was besprechen wir am Anfang?

Sie schildern, was Sie beschäftigt und wobei Sie Unterstützung suchen. Gemeinsam klären wir Ihre Erwartungen und ob mein Beratungsangebot zu Ihrem Anliegen passt.

DER NÄCHSTE SCHRITT

Sie können mit einem konkreten Beispiel beginnen.

Schreiben Sie mir kurz, welche Situation Sie immer wieder beschäftigt. Sie müssen Ihr Anliegen dafür noch nicht vollständig erklären können.

 

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Verwandte Schwerpunkte: Ängste, Sorgen und innere Anspannung · Entscheidungen und Orientierung · Über mich

 

Wissenschaftliche Quellen

Grübeln, seine Folgen und seine Aufrechterhaltung
Watkins, E. R., & Roberts, H. (2020). Reflecting on rumination: Consequences, causes, mechanisms and treatment of rumination. Behaviour Research and Therapy, 127, 103573.

Zur Veröffentlichung

Abstraktes und konkretes Nachdenken
Watkins, E., & Moulds, M. (2005). Distinct modes of ruminative self-focus: Impact of abstract versus concrete rumination on problem solving in depression. Emotion, 5(3), 319–328.

Zur Veröffentlichung

Abstand zu negativen Gedanken
Masuda, A., Twohig, M. P., Stormo, A. R., Feinstein, A. B., Chou, Y.-Y., & Wendell, J. W. (2010). The effects of cognitive defusion and thought distraction on emotional discomfort and believability of negative self-referential thoughts. Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry, 41(1), 11–17.

Zur Veröffentlichung

Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Grübeln und Sorgen
Watkins, E., Moulds, M., & Mackintosh, B. (2005). Comparisons between rumination and worry in a non-clinical population. Behaviour Research and Therapy, 43(12), 1577–1585.

Zur Veröffentlichung