ENTSCHEIDUNGEN & ORIENTIERUNG

Wenn vieles möglich ist und nichts sich richtig anfühlt.

Sie wägen ab, holen Meinungen ein, schreiben Listen. Und bleiben trotzdem stehen. Eine Entscheidung fühlt sich erst dann möglich an, wenn kein Zweifel mehr übrig ist.

In meiner psychologischen Onlineberatung schauen wir gemeinsam darauf, was Ihre Entscheidung blockiert und woran Sie sich ausrichten können.

 

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IM ALLTAG

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Jede Option hat einen Haken

Sobald eine Möglichkeit vorn liegt, fällt Ihnen ein, was dagegen spricht. Der Vergleich beginnt von vorn, und die Reihenfolge wechselt.

Die Meinung der anderen wiegt schwerer

Sie fragen im Umfeld nach und bekommen unterschiedliche Antworten. Danach ist es nicht klarer, sondern voller.

Der Aufschub wird zur Entscheidung

Irgendwann ist die Frage erledigt, weil die Zeit sie erledigt hat. Zurück bleibt das Gefühl, nicht selbst gewählt zu haben.

GENAUER HINSEHEN

Warum reicht Abwägen oft nicht aus?

Abwägen reicht nicht aus, wenn die Frage nicht lautet, welche Option besser ist, sondern was Ihnen wichtig genug ist, um dafür einen Nachteil in Kauf zu nehmen.

Vor- und Nachteile zu sammeln ist ein sinnvoller erster Schritt. Es hilft, Folgen zu überblicken und Offensichtliches auszuschließen.

Bei vielen Entscheidungen sind die Optionen jedoch nicht objektiv vergleichbar. Sie unterscheiden sich darin, was sie ermöglichen und was sie kosten. Mehr Informationen lösen diesen Unterschied nicht auf, sie verlängern nur die Liste.

Ein hilfreicher Anhaltspunkt ist deshalb:

Suche ich noch Informationen oder suche ich Gewissheit?

DIE WIEDERHOLUNG VERSTEHEN

Was heißt hier Orientierung?

Orientierung heißt, die eigenen Werte so klar zu benennen, dass sie als Maßstab taugen, auch wenn die Folgen einer Entscheidung offen bleiben.

Werte sind keine Ziele. Ein Ziel kann man erreichen oder verfehlen. Ein Wert beschreibt eine Richtung, in die man gehen kann, immer wieder und in kleinen Schritten.

Wer seine Richtung kennt, braucht keine Gewissheit über den Ausgang. Die Frage verschiebt sich von „Was ist richtig?“ zu „Was passt zu dem, was mir wichtig ist?“ — und diese Frage lässt sich beantworten.

Zu erkennen, woran Sie sich bisher orientiert haben, ist ein Ansatzpunkt für Veränderung.

MEINE ARBEITSWEISE

Woran wir in der Beratung arbeiten können

Der fachliche Hintergrund dazu: ACT-basierte Beratung und verhaltenstherapeutische Orientierung.

 

1

Die Entscheidung genau fassen

Häufig steckt hinter einer großen Frage eine kleinere, die tatsächlich ansteht. Wir arbeiten heraus, worüber gerade wirklich zu entscheiden ist.

So wird aus einem Dauerthema eine Frage mit Rand, die sich bearbeiten lässt.

2

Werte statt Vor- und Nachteile

Statt Argumente zu zählen, klären wir, wofür Sie einen Nachteil in Kauf nehmen würden. Das ist unbequemer und führt weiter.

Ihre Werte und realistische nächste Schritte geben Orientierung.

3

Unsicherheit aushalten lernen

Jede Entscheidung lässt Unsicherheit übrig. In ACT-basierten Übungen geht es unter anderem darum, dieser Unsicherheit Raum zu geben, ohne dass sie die Wahl bestimmt.

Wir erproben, wie Sie handlungsfähig bleiben, während die Frage noch offen ist.

4

Einen Schritt festlegen und prüfen

Wir vereinbaren einen konkreten, überschaubaren Schritt in die gewählte Richtung und sehen uns anschließend an, was er verändert hat.

Entscheidungen zeigen sich im Handeln, nicht im weiteren Nachdenken.

ANGEBOT UND GRENZEN

Passt psychologische Beratung zu meinem Anliegen?

  • Passt: Psychologische Beratung
    Unterstützung, wenn vieles möglich scheint, aber die eigene Richtung, Prioritäten oder nächste Schritte unklar bleiben.
  • Passt nicht: Behandlung psychischer Erkrankungen
    Mein Angebot ist keine Psychotherapie und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung. Wenn Ihr Anliegen eine solche Abklärung erfordert, sprechen wir darüber.

Bei akuten Krisen oder Suizidgedanken wenden Sie sich bitte an den psychiatrischen Notdienst (116 117) oder den Rettungsdienst (112).

HÄUFIGE FRAGEN

Was Sie wissen sollten

Sagen Sie mir, was ich tun soll?

Nein. Ich treffe keine Entscheidungen für Sie und gebe keine Empfehlungen zu Ihrer Lebensführung. Ich helfe Ihnen dabei, die Frage zu schärfen und Ihren eigenen Maßstab zu klären.

Und wenn ich mich falsch entscheide?

Diese Sorge lässt sich nicht wegdiskutieren, und ich verspreche Ihnen keine Sicherheit. In der Beratung geht es darum, so zu entscheiden, dass die Wahl zu dem passt, was Ihnen wichtig ist.

Was besprechen wir am Anfang?

Sie schildern, was Sie beschäftigt und wobei Sie Unterstützung suchen. Gemeinsam klären wir Ihre Erwartungen und ob mein Beratungsangebot zu Ihrem Anliegen passt.

DER NÄCHSTE SCHRITT

Sie können mit der Frage beginnen, die gerade offen ist.

Schreiben Sie mir kurz, welche Entscheidung Sie derzeit beschäftigt. Sie müssen Ihr Anliegen dafür noch nicht vollständig erklären können.

 

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